MORGER  von Eschenbach/SG                          

Wappen/arm of RapperswilDas Wappen der Morger ist in rot; über grünem Dreiberg sind vier silberne quadratförmig übereinander gelegte Stäbe, die eine Rose in silberner Farbe einschliessen, überhöht von einem goldenen Stern. - Auch das Wappen von Eschenbach/SG hat eine Rose (gelber Grund mit roter Rose). Und das Wappen des nahe bei Eschenbach gelegenen Rapperswil zeigt auf weissem Grund sogar zwei rote Rosen.

 

Die Morger von Eschenbach sind nicht mehr so zahlreich vorhanden wie die ebenfalls in Eschenbach/SG heimatberechtigten Kuster. Sie können aber auf eine ebenso lange Tradition zurückblicken. Woher die Morger ursprünglich kamen, ist unbekannt. Ein Jahrzeitbuch aus dem 16. Jahrhundert weist nach Schmerikon hin. Morger sind aber schon im Jahre 1420 in Eschenbach erwähnt; Konrad und Ulrich Morger standen damals als Pächter einiger Zehnten (Eschenbach, Schmerikon, Bollingen und Lütschbach) in Beziehung zum Kloster Rüti. Johann Morger stiftete mit seiner Gattin Anna (geb. Kuster) im Jahre 1565 den Hauptaltar der Dorf-Kirche. Im 16. Jahrhundert waren dann die Morger ein sehr bedeutendes Geschlecht in Eschenbach/SG. Damals besassen sie wohl einige der schönsten Bauerngüter in Eschenbach. Ihnen gehörten u.a. die Höfe Breiten, die Hubwiese, die "Morgeren-Gärten" am Büechliberg und die Kälen. Pfarrer Braunschweiler rühmte den Besitz der Morger in seinem Pfarrbuch 1622 als "hüpsche, lustige" Güter. Am fruchtbaren Südhang bei Bollingen gibt es heute noch den Flurnamen "Morgen", ebenso bei Diezikon. Ob nun ursprünglich die Morger auf einem so benannten Hof sassen und daher ihren Namen bekamen, lässt sich nicht nachweisen, doch möglich wäre es, da gerade in der Gegend von Eschenbach/SG viele Familien ihren Namen von ihrem Hof erbten. Der Flur- und Hofname "Morgen" entspräche genau der ursprünglichen Schreibart des Personen-Namens, nämlich Morgen, nicht Morger !                                       

 

Persönlichkeiten namens MORGER: Aus dem Geschlecht Morger stammen hohe Amtsträger des Bezirks Uznach (wozu Eschenbach/SG gehörte). Unter ihnen ragte JOHANN MORGER (v. Eschenbach) hervor, der 1638 Landammann der Grafschaft Uznach wurde. Vorher war er schon Weibel, Fürsprech, Waisenvater, Landrichter und Landschreiber gewesen. JAKOB ANTON MORGER, (v. St. Gallenkappel) 1814-1883, war fast 40 Jahre Ammann des Bezirks See. Er betätigte sich gemeinnützig. FERDINAND MORGER, Sohn des Jakob Anton Morger (17.10.1846-20.9.1916) war Leiter der Spar- und Leihkasse der Bezirke See und Gaster (1883-1914), Gemeindeammann von Uznach (1891-1900), freisinniger Politiker, Förderer und Präsident der gemeinnützigen Gesellschaft des See-Bezirks. JOSEF VINZENZ MORGER (v. Eschenbach), geb. 1862, war ab 1888 Lehrer am Seminar von Rorschach, ab 1904 Direktor. Pater Dr. theol. GALL MORGER (v. Eschenbach, lebte 1883-1959) war Benediktiner im Kloster Einsiedeln. In den Jahren des zweiten Weltkrieges baute er einen Gebetsbund zur Wiedervereinigung im Glauben auf, dem 1943 rund 190 000 Menschen verschiedener Konfessionen angehörte. ALBERT PIERRE MORGER geboren 1920 in Genf, verstorben 1998, lebte und arbeitete in Thalwil und Horgen/ZH und gehörte zu den bekanntesten Schweizer Kunstmaler seiner Zeit. Dr. iur. WILLI MORGER ist stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung der SUVA, Luzern. Und schlussendlich ist EVE LANDIS-MORGER (Tochter des Albert Pierre Morger) Musikerin und wohnt in Meilen. Sie bekam 2002 von der Stadt Rapperswil als Musikerin den Kunstpreis. Daneben ist sie auch Verfasserin von 4 Kochbüchern.

 

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