MORGER von Eschenbach/SG


Das Wappen der Morger ist in rot. Über einem grünem Dreiberg sind vier silberne quadratförmig übereinander gelegte Stäbe, die eine Rose in silberner Farbe einschliessen, überhöht von einem goldenen Stern. Je nach Familienstamm hat das Wappen keinen Stern ob den Stäben. Zudem steht das gelbe Stäbe-Quadrat unten auf dem Kopf und die Rose ist auch gelb.


Auch das Wappen von Eschenbach/SG hat eine Rose (gelber Grund mit roter Rose). Und das Wappen des nahe bei Eschenbach gelegenen Rapperswil-Jonal zeigt auf weissem Grund sogar zwei rote Rosen.
Vor 1800 sind folgende Geschlechter Bürger von Eschenbach: die Badat, Blöchlinger, Brändli, Brändly, Domeisen, Eicher, Erb, Fäh, Furrer, Gebert, Gröbli, Gübeli, Gubelmann, Güntensperger, Hofmann, Hüppi, Huser, Kuster, Lächler, Marrer, Morger, Müller, Murer, Oertig, Ramensperger, Rüegg, Schenkel, Schmucki, Stoob, Vettiger, Wagner, Weber, Würmli.
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Die Morger von Eschenbach sind nicht mehr so zahlreich vorhanden wie die ebenfalls in Eschenbach/SG heimatberechtigten Kuster. Sie können aber auf eine ebenso lange Tradition zurückblicken. Woher die Morger ursprünglich kamen, ist unbekannt. Ein Jahrzeitbuch aus dem 16. Jahrhundert weist nach Schmerikon hin. Morger sind aber schon im Jahre 1420 in Eschenbach erwähnt; Konrad und Ulrich Morger standen damals als Pächter einiger Zehnten (Eschenbach, Schmerikon, Bollingen und Lütschbach) in Beziehung zum Kloster Rüti. Johann Morger stiftete mit seiner Gattin Anna (geb. Kuster) im Jahre 1565 den Hauptaltar der Dorf-Kirche. Im 16. Jahrhundert waren dann die Morger ein sehr bedeutendes Geschlecht in Eschenbach/SG. Damals besassen sie wohl einige der schönsten Bauerngüter in Eschenbach. Ihnen gehörten u.a. die Höfe Breiten, die Hubwiese, die "Morgeren-Gärten" am Büechliberg und die Kälen. Pfarrer Braunschweiler rühmte den Besitz der Morger in seinem Pfarrbuch 1622 als "hüpsche, lustige" Güter. Am fruchtbaren Südhang bei Bollingen gibt es heute noch den Flurnamen "Morgen", ebenso bei Diezikon. Ob nun ursprünglich die Morger auf einem so benannten Hof sassen und daher ihren Namen bekamen, lässt sich nicht nachweisen, doch möglich wäre es, da gerade in der Gegend von Eschenbach/SG viele Familien ihren Namen von ihrem Hof erbten. Der Flur- und Hofname "Morgen" entspräche genau der ursprünglichen Schreibart des Personen-Namens, nämlich Morgen, nicht Morger !
Persönlichkeiten namens Morger: Aus dem Geschlecht Morger stammen hohe Amtsträger des Bezirks Uznach (wozu Eschenbach/SG gehörte). Unter ihnen ragte JOHANN MORGER (v. Eschenbach) hervor, der 1638 Landammann der Grafschaft Uznach wurde. Vorher war er schon Weibel, Fürsprech, Waisenvater, Landrichter und Landschreiber gewesen. JAKOB ANTON MORGER, (v. St. Gallenkappel) 1814-1883, war fast 40 Jahre Ammann des Bezirks See. Er betätigte sich gemeinnützig. FERDINAND MORGER, Sohn des Jakob Anton Morger (17.10.1846-20.9.1916) war Leiter der Spar- und Leihkasse der Bezirke See und Gaster (1883-1914), Gemeindeammann von Uznach (1891-1900), freisinniger Politiker, Förderer und Präsident der gemeinnützigen Gesellschaft des See-Bezirks. JOSEF VINZENZ MORGER (v. Eschenbach), geb. 1862, war ab 1888 Lehrer am Seminar von Rorschach, ab 1904 Direktor. Pater Dr. theol. GALL MORGER (v. Eschenbach, lebte 1883-1959) war Benediktiner im Kloster Einsiedeln. In den Jahren des zweiten Weltkrieges baute er einen Gebetsbund zur Wiedervereinigung im Glauben auf, dem 1943 rund 190 000 Menschen verschiedener Konfessionen angehörte. ALBERT PIERRE MORGER geboren 1920 in Genf, verstorben 1998, lebte und arbeitete in Thalwil und Horgen/ZH und gehörte zu den bekanntesten Schweizer Kunstmaler seiner Zeit. Seine Tochter EVE LANDIS-MORGER ist Musikerin und wohnt in Meilen. Sie bekam 2002 von der Stadt Rapperswil als Musikerin den Kunstpreis. Daneben ist sie auch noch Verfasserin von 4 Kochbüchern. Schlussendlich ist noch Dr. iur. WILLI MORGER zu erwähnen, der einige Zeit in der Geschäftsleitung der SUVA in Luzern und anschliessend, bis zum abrupten Rücktritt, im Verwaltungsrat der KPT-Krankenkasse, Bern, war .
Und noch was Geschichtliches. Zur Zeit der Reisläuferei wurden in der Schweiz durch die Aristokratie und auch vermögende, einflussreiche Bürger regelmässig Arme oder Leute, die es in die Fremde trieb, angeworben und rekrutiert . Diese Söldner übergab man gegen Geld, Titel oder Land an fremde Herrscher (Könige, Fürsten oder sogar den Papst), für die sie meistens in den Krieg ziehen mussten.
Auch diverse Männer vom Geschlecht der Morger war bereit, sich als Söldner in fremden Diensten anwerben zu lassen und begaben sich für eine kurze oder längere Zeit ins Ausland. Ob sie alle heil zurück kehrten ?
Morger Anton 1720 franz. Dienst.
Morger Joseph Augustin 1838 franz. D.
Morgen Joseph Carl 1736 franz. D.
Morgen Caspar 1622 franz. D.
Morger Caspar Melchior 1849 päpstl. D.
Morger Jacob Christian 1773 päpstl. D. Rom
Morger Georg 1695 franz. D.
Morger Jacob Joseph 1823 franz. D.
Morgen Johannes 1689 venez. D.
Morger Johann 1706 franz. D.
Morger Johann Jacob 1715 päpstl. D. Rom
Morger Johannes Jacob 1722 päpst. D. Rom
Morger Joseph Anton 1811 franz. D.
Morger Melchior 1689
Morgen Vincenz 1693 päpstl. D, Rom.
Morgen Vincenz 1699 franz. D.
Morger Vincenz 1707 franz. D.
Morger Vincenz 1716 franz. D.
Morgen Vincenz 1742 päpstl. D. Rom
Morger Vincenz Urban 1778 span. D.
Morger Vincenz Urban 1796 sard. D.
Leider gibt es auch ein Verzeichnis von Männern des Namens Morger aus Eschenbacher (SG), die in fremden Landen gestorben sind. Ob es sich dabei um Reisläufer oder Auswanderer handelte, ist nicht bekannt.
Morgen Anselm 1720 Elsass
Morger Johannes 1731 Arad (Ungarn)
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